Viele hundefreundliche Ferienhäuser an der Ostsee
Jul 15, 2016
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Kuscheln mit Hund? Ja bitte! Oder lieber doch nicht?

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Dieses Video, in dem sich ein kleines Mädchen vertrauensvoll an ihren Bullterrier kuschelt,  ist derzeit ein Renner auf Facebook. Millionen von Menschen haben es sich schon angeschaut und viele haben es geliked. Doch es es gibt auch etliche kritische Stimmen. Grund genug, es unter die Lupe zu nehmen.

Kuscheln mit Hunden tut Kindern gut

Schon unsere Kleinsten kuscheln gern mit ihrem Hund. Das Mädchen im Video macht es sich im heimischen Sessel mit ihrem Bullterrier-Freund gemütlich. Die Art, wie beide miteinander umgehen, zeugt von einem tiefen, gewachsenen Vertrauen. Sie stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und beide Seiten lernen, den anderen vorsichtig und liebevoll zu behandeln. Die Basis für eine lange, gute Freundschaft zwischen Kund und Hund ist gelegt. Davon profitieren beide Seiten.

Kind und Hund – eine besondere Beziehung

Ein mental starker Hunde sieht ein Kind in der Rudelrangfolge meist unter sich stehend. Schon deshalb wird er solch eine Kuschelattacke wie im Video kaum als Angriff betrachten. Dennoch setzen die Tiere oft auch Grenzen. Ein Hund wird zum Beispiel das Streicheln und Knuddeln nicht immer akzeptieren, sondern nur zum passenden Zeitpunkt und in der richtigen Umgebung. Kinder lernen an seinem Verhalten, auf andere und ihre Befindlichkeiten zu achten, was im Kindesalter nicht selbstverständlich ist. Älteren Kindern kann man auch schon kleine Aufgaben mit dem Hund übertragen, zum Beispiel das Bürsten und Kämmen des Vierbeiners. So wird frühzeitig der Grundstein für späteres Verantwortungsgefühl gelegt. Kinder, die mit Hunden aufwachsen, entwickeln meist generell ein positives Verhältnis zu Tieren und zur Natur, was man in einer technisierten Welt wie der heutigen nur begrüßen kann. Sie können sich besser in andere Lebewesen einfühlen und gehen aus der Freundschaft gestärkt hervor. Denn wer traut sich schon, so unbefangen mit einem respektablen Bullterrier zu schmusen? Was das kleine Mädchen ganz selbstverständlich tut, wäre für so manchen Erwachsenen ein Horrorszenario.

Auffällig sind auch die vielen Gemeinsamkeiten: Hunde und Kinder gehen offen und authentisch auf Menschen zu. Daher verstehen sie sich auch so gut. Leider verlieren etliche Erwachsene diese positive Eigenschaft später. Darüber hinaus lieben es Hunde und Kinder, zu toben, sich zu balgen und miteinander zu spielen. Wer einmal mit seinem Hund Räuber und Gendarm gespielt hat oder im See geschwommen ist, der wird sich später gern voller Wärme und Liebe an diese schönen Erlebnisse seiner Kindheit erinnern.

Beim Kuscheln Grenzen setzen

Die Eltern des Mädchens im Video haben vieles richtig gemacht, allerdings nicht alles.

Zunächst das Positive: Sie beaufsichtigen ihre Tochter, während sie mit dem Bullterrier kuschelt. Das schafft Sicherheit, falls der Hund doch einmal unerwartet reagiert, was man nie ausschließen kann. Sie können notfalls auch ihrer Tochter Grenzen setzen, sollte sie bei ihrer Kuschelattacke über die Stränge schlagen. Nicht zuletzt scheint der Sessel im heimischen Wohnzimmer eine Umgebung zu sein, in der sich beide wohl und sicher fühlen und somit auch der Hund geduldig bei der Sache ist. Auf einem Hundesportplatz oder in einer anderen spannenden Umgebung, wäre diese Szene nicht denkbar. Der Hund würde sich belästigt fühlen und gereizt reagieren.

Die Besitzer dieses Bullterriers haben richtig daran getan, ihren Hund nach seinen Charaktereigenschaften und seiner Erziehung zu beurteilen und nicht nach seiner Rasse. Das Video zeigt eindrucksvoll, wie lieb diese sogenannten Kampfhunde mit Kindern umgehen, wenn sie richtig sozialisiert wurden. Dazu kann man nur gratulieren!

Doch warum darf das Mädchen den Hund auf die Schnauze küssen? Das ist unhygienisch und gefährlich. Unter Hundebesitzern hält sich hartnäckig der Glaube, dass Hundeschnauzen nahezu keimfrei wären. Das ist eine Illusion. Hunde belecken sich häufig im Genitalbereich oder an den Pfoten. Sie knabbern sich im Fell, sobald es juckt, und schnappen beim Spaziergang die unappetitlichsten Sachen auf. Zur Begrüßung schnuppern sie gern unter dem Schwanz ihrer Artgenossen. Viele Hunde haben genau wie Menschen mit Zahnstein und Parodonthose zu kämpfen. Eine Hundeschnauze ist aus diesen vielen Gründen keinesfalls keimfrei. Wenn man zu sorglos ist, muss man mit Bakterien- oder Parasiteninfektionen rechnen. Insbesondere Würmer können für Kinder gefährlich werden, da sie oft lange unerkannt bleiben. Denn wer rechnet in einer hygienisch optimierten Welt schon mit einem Wurmbefall?

Fazit: Das Video Eltern ermutigt Eltern, Kind und Hund unverkrampft miteinander umgehen zu lassen und diese besondere Freundschaft zu fördern.

 

© Das Video “Mädchen mit Bullterrier” wurde von Newsner.com auf Facebook geteilt.

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Hundefreundliche Ferienwohnungen in Holland

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