Viele hundefreundliche Ferienhäuser an der Ostsee
Aug 10, 2017
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Paukenschlag: PETA zeigt 22 deutsche Züchter wegen Verdachts auf Tierquälerei an

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Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. möchte mit einer aufsehenerregenden Aktion erreichen, dass die Qualzucht bei vielen „Modehaustieren“ verboten und konsequent bestraft wird. Die Organisation zeigt exemplarisch 22 deutsche Züchter wegen Verdachts auf Tierquälerei an, um die Heimtierbranche endlich aufzuwecken und die Behörden zum Handeln zu zwingen. Diese Züchter haben sich Rassen verschrieben, die für genetisch bedingte Fehlbildungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen bekannt sind. Im Fokus stehen zum Beispiel Nacktkatzen, Perserkatzen, schuppenlose Reptilien, Angorakaninchen, aber auch mehrere Hunderassen, deren Vertreter durch „Defektzucht“ ein Leben lang unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden.

Zwar verbietet § 11b des deutschen Tierschutzgesetzes die Zucht von Tieren, denen „erblich bedingt Körperteile oder Organe fehlen, untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten“. Doch einerseits ist das Gesetz nicht konkret genug formuliert und andererseits gehen die Behörden nicht konsequent gegen Züchter vor, die dagegen verstoßen.

Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, prangert an: „Es ist leider in Mode gekommen, fühlende Lebewesen zu züchten, die ihr Leben lang unter Krankheiten und schweren Beeinträchtigungen leiden – lediglich, um zweifelhafte Schönheitsideale zu erfüllen“. Richtig! Wer kennt sie nicht, die nach Luft ringenden Möpse und Bulldoggen, die Dackel mit qualvollen Bandscheibenvorfällen und die Schäferhunde, welche durch ihre deformierten Rücken und Hinterbeine kaum noch laufen können? Viele Tiere müssen schon in jungen Jahren operiert werden, um überhaupt lebensfähig zu sein. Viel wurde über Qualzucht diskutiert und geschrieben. Zumindest in Deutschland hat sich bislang wenig zum Positiven verändert.

Noch ausführlichere Informationen über die Missstände bei einzelnen Rassen finden Sie auf http://www.peta.de/Qualzucht-Haustiere

PETA fordert daher weiter, dass ein Heimtierschutzgesetzes auf den Weg gebracht wird, das auch einen Katalog der Qualzuchtrassen enthält. Ein fortschrittliches Heimtierschutzgesetz würde laut PETA aber noch viele weitere Punkte enthalten. Die Organisation stellt in ihrer Unterschriftenaktion folgende Forderungen (Quelle: www.peta.de/Heimtierschutzgesetz):

  • “Haltungsverordnung für alle „Heimtiere”
  • Gruppenhaltung soziallebender Arten (Kaninchen, Vögel etc.)
  • Bundesweite Einführung eines Hundeführerscheins für Hundehalter
  • Kastrationspflicht für alle geschlechtsreifen Tiere, die unkontrolliert ins Freie gelassen werden
  • Verbot von Vogelbörsen und -ausstellungen
  • Massive Eindämmung der Zucht aller „Heimtiere”
  • Verbot von „Qualzuchten”
  • Verkaufsverbot von Tieren im Zoohandel
  • Ausbildungsverordnung für Mitarbeiter des Zoohandels
  • Verbot des Haustier-Abschusses durch Jäger
  • Tieren in privater Haltung, in der Zoohandelsindustrie und im Zuchtbetrieb muss rechtlicher Schutz gewährt werden.
  • Verbot der Wildtierhaltung in Privathaushalten und damit verbunden das Verbot von Exotenbörsen“

Wie wir bereits in unserem Artikel über die Crufts berichteten, kann man durch eine konsequente züchterische Umkehr und harte Sanktionen für Unbelehrbare viel erreichen. Einige Rassen müssten nicht verboten werden, wenn ihre Züchter von übertriebenen Schönheitsidealen endlich Abstand nehmen würden. Ein positives Beispiel sind in Deutschland die Züchter des Altdeutschen Mopses, für die die Gesundheit ihrer Tiere oberste Priorität hat. Sicher gibt es auch in deren Zuchtbemühungen Rückschläge, aber diese Züchter tun wenigstens etwas zur Rettung ihrer Rasse.

Sie möchten PETA in ihrem Kampf gegen Qualzucht und für ein neues Heimtierschutzgesetz unterstützen? Dann können Sie hier http://www.peta.de/Heimtierschutzgesetz an der Unterschriftenaktion dafür teilnehmen. Es hilft auch, wenn Sie diesen Beitrag und die PETA-Artikel vielfach in sozialen Medien teilen.

Danke für Ihre Hilfe!

 

Foto: Mops, MishuHanda, Pixabay – Wir hoffen sehr, dass es diesem Mops gesundheitlich gut geht.

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Allgemein · Gesundheit
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