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Aug 30, 2016
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Faszientherapie jetzt auch für Hunde

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Dank der Erfolge bei der Behandlung von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen wird die Faszientherapie in der Humanmedizin zunehmend populärer. Nun setzen erste Therapeuten auch auf Faszientherapie für Hunde.

Faszien bilden ein dichtes Netzwerk aus Kollagenfasern, die Knochen, innere Organe und die Nerven umhüllen. Diese zähen, bindegewebsartigen Häute umhüllen die Muskeln und separieren sie gleichzeitig voneinander. Auch beim Abtransport der Lymphflüssigkeit spielen sie eine wichtige Rolle. Wenn die Faszien verkleben oder verhärten, kann dies zu den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen wie Gelenkschmerzen, Schulter- oder Rückenbeschwerden führen. Das Prinzip ist bei Mensch und Tier gleich.

Die Bedeutung der Faszien ist erst in den letzten Jahren in den Fokus der Ärzte und Therapeuten gerückt. Erweiterte Untersuchungsmöglichkeiten haben zu neuen Erkenntnissen geführt. Durch regelmäßiges Bewegungstraining und durch Eigenmassage mit der Faszienrolle lassen sich gute Erfolge verzeichnen. Dadurch wird das Fasziengewebe stimuliert und verklebte Fasern lösen sich wieder. Da Hunde nicht mit einer Faszienrolle üben können, sind hier neue Ideen gefragt.

Faszientherapie auch beim Hund sehr erfolgreich

Nachdem sich die Faszientherapie mittlerweile in der Humanmedizin etabliert hat, hat man auch ihre Wirksamkeit in der Tiermedizin erkannt. Durch die technischen Fortschritte beim Ultraschall können die Faszien mittlerweile sichtbar gemacht werden. Dadurch wird ihre Struktur und Dicke messbar. So kann jeder Tierarzt erkennen, ob bei seinem Patienten ein Behandlungsbedarf besteht und welche Fortschritte die Faszientherapie beim jeweiligen Hund bringt.

Beschwerden beim Hund

Durch bestimmte Hundehalsbänder, den Leinenzwang oder durch Operationsnarben infolge einer Kastration können Verklebungen, Verhärtungen oder Verdickungen des Fasziensystems auftreten. Das verursacht Schmerzen und Bewegungsstörungen bis hin zu Lahmheiten beim vierbeinigen Freud. Aufbauend auf die positiven Erfolge, die die Faszientherapie in der Humantherapie gebracht hat, versucht man nun auch in der Tiermedizin mit speziellen Massagestäben die Verklebungen zu lösen und die Bewegungseinschränkungen wieder zu beheben.

Faszientherapie in der Anwendung

Hunde reagieren auf diese Form der tief greifenden, manuellen Technik sehr gut und schon die erste Faszienbehandlung kann erstaunliche Veränderungen beim Tier bewirken. Den Verlauf der Faszien kann man häufig an der Fellrichtung erkennen. Die Faszientechnik ist in der Praxis vom Tierhalter leicht anzuwenden. Wer einen entsprechend ausgebildeten Tierarzt hat, kann sich die Griffe und Streichbewegungen zeigen lassen, die der Hundehalter dann zu Hause täglich an seinem Tier auszuführen hat. Wichtig ist eine entspannte Atmosphäre, denn mit der Massage berührt man auch die Seele des Tieres. Diese positiven Emotionen helfen, den Therapieerfolg zu verstärken. In bestimmten Zeitabständen sollte man die Wirksamkeit der verabreichten Faszientherapie überprüfen lassen und das weitere Vorgehen mit dem Veterinär besprechen.

Faszientherapie für Hunde im Seminar erlernen

Inzwischen werden im Internet zahlreiche Seminare zur Faszientherapie für Hunde angeboten, wo man alles Wissenswerte über die Faszien lernt. Bei einigen Kursen soll kann man sein Tier mitbringen und das Erlernte gleich in der Praxis testen.

 

© Foto Physiotherapie – Faszientherapie für Hunde, Msgrafixx | Dreamstime.com

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Gesundheit
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