Viele hundefreundliche Ferienhäuser an der Ostsee
Feb 5, 2020
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Geheimtipp: Polen mit Hund entdecken

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Urlaub mit Hund in Polen? Das Land kursiert bislang nur als Geheimtipp unter vielen Hundefreunden. Und das völlig zu Unrecht. Polen ist vor allem für Naturfreunde ein ideales Reiseziel. Unberührte Natur, grandiose Landschaften und Ruhe zum Erholen sowie gastfreundliche, herzliche Menschen zeichnen unser östliches Nachbarland aus.

Ganz gleich, ob man sich nun für einen Bade- oder Wanderurlaub mit Hund entscheidet, überall gibt es noch unberührte Landstriche, in denen sich naturverbundene Hundebesitzer sehr wohlfühlen. Durch das Währungsgefälle wird der Polenurlaub mit Hund meist auch eine preisgünstige Angelegenheit. Dessen ungeachtet muss man nicht auf komfortable Unterkünfte mit guter Ausstattung verzichten, die SAT-TV, Sauna und Swimmingpool umfassen kann. Die meisten Polen-Urlauber buchen sich eine schöne Ferienwohnung oder ein Ferienhaus in Polen, um den Urlaub ganz nach ihren eigenen Vorstellungen zu genießen. Auch in kleineren Hotels sind Hunde meist willkommene Gäste. Einige größere und Luxushotels akzeptieren wiederum keine oder nur kleine Hunde. Eine Ausnahme sind die sogenannten Hundehotels, die es in allen Kategorien gibt.

Ferienhäuser für Urlaub mit Hund in Polen »

Urlaub mit Hund an der polnischen Ostseeküste

Für Ferien mit Hund eignen sich nahezu alle polnischen Ostseeregionen, da es flächendeckend Hundestrände gibt, zum Beispiel in Swinemünde, Misdroy, Kolberg und Darlowo. Hundebesitzer sollten beachten, dass an den meisten Hundestränden während der Hauptsaison Leinepflicht herrscht. Es gibt nur wenige Ausnahmen, da viele Gemeinden festgestellt haben, dass sich einige Urlauber von den frei herumlaufenden Tieren gestört fühlten. Dennoch lohnt sich ein Hundeurlaub an der polnischen Küste, da die Hunde mit ins Wasser dürfen und lange Strandspaziergänge für alle Zwei- und Vierbeiner ein großes Vergnügen sind.

Viele Reisende zieht es an die Danziger Bucht, die sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel für Badeurlauber entwickelt hat. Dabei sollte man unbedingt Abstecher nach Danzig und Sopot machen, um die interessantesten Städte der Region nicht zu verpassen. Das Frische Haff ist eine weitere Ostsee-Region, die Polen-Urlauber gern ansteuern. Und das hat Tradition. Schon Kaiser Wilhelm II. verlebte seinerzeit seinen Urlaub am Frischen Haff. Das zweitgrößte Haff der gesamten Ostsee ist das Stettiner Haff, welches bei Badeurlaubern ebenfalls einen hervorragenden Ruf genießt.  Es punktet mit bekannten Städten wie Wolin, Lubin, Nowe Warpno, Police und nicht zuletzt Szczecin. Wen es auf die Insel zieht, der wird einen der schönen Badeorte auf Hel, Wollin oder dem polnischen Teil der Insel Usedom wählen.

Wanderurlaub mit Hund in Polen

Polen hat sowohl im Flachland als auch in den Gebirgsregionen landschaftlich herrliche Wandergebiete. Das Riesengebirge, die Sudeten, die Hohe Tatra und vor allem die Waldkarpaten empfehlen sich für einen Wanderurlaub mit Hund. Es ist ratsam, schon zu Hause längere Bergwanderungen zu unternehmen, um die Eignung des eigenen Vierbeiners dafür beurteilen zu können. Eine Vorerkrankung des Tieres wie ein Herzschaden, Patellaluxation, Hüftgelenksdysplasie und ähnliches machen eine anspruchsvolle Bergtour für das betreffende Tier schnell zur Qual. Spaziergänge im Flachland sind hingegen für die meisten Hunde eine willkommene Abwechslung.

Masuren-Ermland – Mekka der Wassersportler

Die Masuren bilden das größte zusammenhängende Seengebiet Mitteleuropas mit weitestgehend noch unberührter Natur. Wasserwanderer und Surfer finden hier ihr Mekka. In der waldreichen Gegend kann man stundenlang wandern. Beim Pilzesuchen haben auch die Fellnasen viel Spaß.

Hauptstadt Warschau

Die Hauptstadt Warschau hat sich zu einer modernen Großstadt entwickeln, die den westeuropäischen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Ein Ausflug in die traditionsreiche Metropole lohnt sich, wobei es für einen mehrtägigen Urlaub mit Hund bessere Regionen in Polen gibt.

Skiurlaub mit Hund in Polen

Im Winter ist das Riesengebirge rund um die Schneekoppe genau so beliebt, wie die Skigebiete in Österreich, allerdings zum halben Preis. Wer in dieser Region Urlaub macht, der sollte einen Besuch der alten Universitätsstadt Breslau keinesfalls versäumen. Die Alpen sind nicht das einzige Hochgebirge in Europa, die polnische Tatra hat in ihrer bizarren Bergwelt sogar noch Bären in freier Wildbahn zu bieten.

Da die polnischen Skigebiete sehr schneereich sein können, sollte man die Kondition und Eignung des eigenen Hundes vor der Urlaubsbuchung realistisch einschätzen. Für einen kleinen Yorkshire Terrier ist ein Skiurlaub in Polen zum Beispiel wenig geeignet, es sei denn, man trägt ihn die ganze Zeit, was aber kaum zur Natur dieser temperamentvollen Rasse passt. Ihm fehlt ganz einfach die Beinlänge, um seine Besitzer auf Wanderungen durch den Schnee zu begleiten. Schnell bilden sich auch Eisklumpen in seinem langen Fell und ihm fehlt die wärmende Unterwolle, um sich vor der eisigen Kälte im polnischen Gebirge zu schützen. Rassen wie Airedale Terrier, Bernhardiner oder Husky werden hingegen viele Freude am Skiurlaub haben, sofern sie in guter Kondition sind und ihre Familie überall begleiten dürfen.

Geschichtsträchtiges Polen

Wer einen Ausflug in die Geschichte Europas unternehmen will, der kommt in Polen voll auf seine Kosten. Auf der Westerplatte in Danzig (Gdansk) begann 1939 der Zweite Weltkrieg, Hitlers Hauptquartier, die Wolfsschanze, liegt mitten in den Masuren. Die größte Backsteinburg Europas, die Marienburg im heutigen Malbork, wurde einst vom Deutschen Ritterorden gebaut. Die ehemalige Hauptstadt Polens, Krakau, ist heute ob seiner mittelalterlichen Architektur in ganz Europa bekannt. Dem wohl traurigsten Kapitel der deutschen Geschichte wird in der Gedenkstätte Auschwitz gedacht.

Einreise mit Hund nach Polen

Bei der Einreise mit Hund wird vorausgesetzt, dass das Tier durch einen Microchip identifizierbar ist. Der EU-Heimtierausweis mit einer gültigen Tollwutimpfung ist ebenfalls Pflicht. Nach der Erstimpfung gegen Tollwut müssen mindestens 21 Tagen vergehen, bis eine Einreise des Tieres erlaubt ist. Tollwutimpfungen sind bei Welpen erst im Alter von 3 Monaten möglich. Bitte bei der Reiseplanung beachten.

Pro Person ist die Einfuhr von maximal 5 Hunden erlaubt, die allerdings nicht für den Verkauf bestimmt sein dürfen. Für Ausstellungen und Hundesport-Wettbewerbe kann man eine Ausnahmegenehmigung beantragen.

Es empfiehlt sich vor allem für größere Hunde, immer einen Maulkorb dabei zu haben, der vor allem in den öffentlichen Verkehrsmitteln mitunter gebraucht wird.

Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch in Polen eine Liste mit sogenannten „Kampfhundrassen“, die als besonders gefährlich angesehen werden. Diese müssen immer einen Maulkorb tragen und an der Leine gehalten werden.

Polen ist ein facettenreiches Reiseland für Familien und Individualisten, welches sich bestens für Hundebesitzer eignet. Bleibt nur die Frage: Wann planen Sie Ihren nächsten Urlaub mit Hund in Polen?

Fotos: Hund in Polen am Wasser, zapach_bzu – Pixabay.com

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Hundefreundliche Ferienwohnungen in Holland

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