Viele hundefreundliche Ferienhäuser an der Ostsee
Apr 10, 2016
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Können Hunde Emotionen erkennen?

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Wir Frauchen und Herrchen wissen es schon lange: Hunde verstehen uns, nicht nur wörtlich, sondern sie deuten auch unsere Mimik und Gestik. Sie bemerken sofort, wenn es Frauchen oder Herrchen nicht so gut geht. Eigentlich braucht es dafür keine wissenschaftlichen Beweise, wir können es einfach am Verhalten unserer Vierbeiners ablesen. Wenn da nicht immer der Verdacht über uns schwebte, Tiere zu vermenschlichen und zu viel in ihr Verhalten hinein zu interpretieren. Was ist also dran am empathischen Hund?

Die Forscher um Dr. Kun Guo von der University of Lincoln und Kollegen  der University of Sao Paulo veröffentlichten eine Studie im Fachjournal „Royal Society Journal Biology Letters“, die dieses Gefühlsempfinden wissenschaftlich bestätigt. So wurde mit 17 Haushunden gearbeitet, in dem man ihnen akustische Signale von Hunden und Menschen (Bellen, Knurren, Lachen, Weinen) vorgespielt und gleichzeitig visuelle Reize wie Bilder von Gesichtsausdrücken oder Körperhaltungen gezeigt hat. Ihre Reaktionen auf die unterschiedlichen Reize wurden dann von den Forschern ausgewertet. Das Ergebnis der Studie ist eindeutig, Hunde nehmen sowohl positive als auch negative Gefühlsregungen bei Artgenossen und bei Menschen wahr. Dass die Ermittlung dieser Fähigkeit ein Durchbruch in der Wissenschaft ist, wird klar, wenn man weiß, dass diese Gefühlszuschreibungen nur bei einer anderen Tierart gemessen wurde – den Primaten, die dem Menschen ja bekanntlich am nächsten in der Entwicklungsstufe der Evolution sind.

Von vielen Psychologen wurde immer behauptet, dass Hunde diese Reaktionen in ihrem Leben erlernt haben, in dem sie wissen, welche Körpersprache ihr Frauchen oder Herrchen an den Tag legt, wenn sie oder er sich freut oder traurig, erbost etc. ist. Sie schrieben es der klassischen Konditionierung und der Reaktion auf gelernte Instinkte zu. Dass diese Annahmen nicht stimmen, beweist die Studie, in dem Frauchen oder Herrchen nicht miteinbezogen wurden. Die Studie zeigt also erstmals, dass Hunde tatsächlich die Emotionen von Menschen und anderer Hunde erkennen können.

Zuvor gab es bereits Studien mit dem Forschungsinteresse, ob Hunde Gefühle haben beziehungsweise erkennen können. Ein Psychologe aus Atlanta zum Beispiel trainierte seine Hündin sogar so weit, dass sie sich ohne Betäubung freiwillig und ohne sich zu bewegen in eine MR-Röhre schieben ließ, damit ein Hirn-Scan vorgenommen werden konnte. In diesem Test wurde festgestellt, dass Hunde Emotionen haben und dass diese durch die Reizverarbeitung der Synapsenverbindung im Gehirn nachgewiesen werden können.

Da wir Menschen unsere Vierbeiner als Familienmitglieder sehen und ihnen menschliches Verhalten und menschliche Eigenschaften zuschreiben, setzen wir sie mit uns gleich. Das liegt daran, dass meist eine solche enge Verbindung zwischen dem Mensch und Tier besteht, dass sie uns gleich vertraut erscheinen wie Mitmenschen. Diese Gleichsetzung hat sogar einen wissenschaftlichen Fachbegriff – Anthropomorphismus!

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© Das Video wurde auf  Facebook-Seite „DIE WELT“ veröffentlicht.

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Hundefreundliche Ferienwohnungen in Holland

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