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Jul 25, 2016
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Lebende Zeitbomben: Australische Dingos töten Ziegen und müssen dann selbst sterben

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Naturschutz kann manchmal hart sein. Rund 300 Ziegen will man auf der australischen Insel Pelorus mit ihrem Fressfeind, dem Dingo, zu Leibe rücken. Vier der Wildhunde sollen den Ziegenbestand auf natürliche Weise dezimieren. Das Makabre daran: Nach erfolgreicher Mission müssen die Dingos selbst sterben.

Ziegen zerstören die Insel

Die Ziegen wurden im 19. Jahrhundert auf der kleinen Insel ausgesetzt, um den Leuchtturmwärtern und Schiffbrüchigen als Nahrung zu dienen. Doch sie vermehrten sich viel zu stark und bedrohen nun das Ökosystem des 4-Quadratkilometer-Eilands im Great Barrier Reef. Das Problem ist, dass die Tiere große Mengen der zum Teil seltenen Regenwaldpflanzen vertilgen. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Insel durch die Ziegen bald zerstört ist, betonte der zuständige Bürgermeister Ramon Jayo gegenüber dem Sender ABC. Die Ziegen fressen die meisten Unterholzpflanzen und was sie nicht fressen, wird niedergetrampelt. Der unverfestigte Boden ist somit auch nicht mehr vor Auswaschung gegen das Wasser geschützt.

Lebende Zeitbomben

Zunächst versuchten die Ranger, die Ziegen abzuschießen. Durch das unwegsame und unübersichtliche Gelände gelang das nicht. Dann kam die Idee auf, Dingos als Ziegenkiller auszusetzen. Auf einer anderen Insel hatte man vor Jahren bereits großen Erfolg damit. Die damals 16 ausgesetzten Dingos schafften es binnen zwei Jahren, die ebenfalls bedrohte Insel von 3.000 Wildziegen zu befreien. Allerdings dauerte es noch 10 bis 15 Jahre, um dann auch die Dingos wieder von der Insel zu entfernen. Diese entwickelten sich mit der Zeit ebenfalls zu einem echten Problem, denn sie fraßen Watvögel und andere Tiere. Das Ökosystem war erneut in Gefahr.

Um das auf Pelorus zu vermeiden, haben Lee und Ben Allen, die führenden Biologen bei diesem Einsatz, einen Sicherheitsplan ersonnen. Sobald die Dingos ihre Aufgabe erfüllt haben, sollen sie erschossen werden. Deshalb tragen die Wildhunde Ortungshalsbänder. So hofft man, sie dann besser zu finden. Falls das nicht gelingt, wurden ihnen sicherheitshalber Giftkapseln implantiert. Diese werden die Dingos innerhalb von zwei Jahren töten, sofern sie nicht vorher erschossen wurden.

Zwei Dingos vom Festland wurden bereits eingefangen, kastriert, geimpft und mit der heiklen Kapsel ausgestattet. Diese lebenden Zeitbomben sind nun schon auf Pelorus unterwegs. Zwei weitere werden demnächst auf dem Eiland ausgesetzt.

 

© Foto: Dingo, Mariamichelle, Pixabay

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