Viele hundefreundliche Ferienhäuser an der Ostsee
Feb 29, 2016
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Polizeihund Sam von Herrchen getrennt – überraschende Wendungen in der traurigen Geschichte

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Als wäre ein krankheitsbedingte Unfähigkeit, den gewohnten Dienst aufzunehmen, nicht schon schlimm genug: Nun muss ein Berliner Polizeibeamter sich nach dem Willen seines Dienstherrn auch noch von seinem treuen Vierbeiner, dem Polizeihund Sam, trennen. Tausende Bürger protestierten bereits dagegen mit einer Petition.

Ein Berliner Polizist musste wegen seiner Bandscheiben-OP zunächst aus seinem gewohnten Außen-Dienst ausscheiden. Nach drei gemeinsamen Dienstjahren mit seinem Schäferhund Sam soll er diesen nun an einen anderen Hundeführer abgeben. Das ist für beide eine trauriger und schwerer Einschnitt in ihr Leben. Sam ist eng mit seinem Hundeführer und dessen Familie verbunden und gibt seinem Herrchen in dieser schlimmen Zeit Optimismus und Lebensfreude. Dieses Paar ist immer durch Dick und Dünn miteinander gegangen.

Doch die Berliner Polizei lehnte es ab, ihrem Beamten das Tier zu verkaufen oder Hund und Hundeführer gemeinsam in einem anderen Bereich arbeiten zu lassen. Für die Unterstützer der Petition ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar, schließlich könnte die Polizei gegen eine entsprechende Kaufsumme einen anderen Hund kaufen und ausbilden.

Vor einigen Jahren gab es einen ähnlichen Fall in Brandenburg. Dort wurde dem pensionierten Polizeihauptmeister Karl-Heinz Bornemann dessen Diensthund „Largo“ überlassen, nachdem Bornemann aus dem Dienst ausschied. Der Rottweiler war noch im besten Dienstalter, hätte jedoch sehr unter der Trennung von seiner Familie gelitten. Polizeidirektor Jürgen Huber überbrachte Hund „Largo“ dessen Herrchen zum 60. Geburtstag.

Der Kampf um Polizeihund Sam geht weiter

Viele Hundefreunde hatten gehofft, dass den Hund Sam ein ebenso glückliches Los trifft. Nach dem enormen Echo in den sozialen Medien äußerte sich die Polizei nun nochmals zu dem Fall und erklärte, warum ein Verkauf des Hundes an seinen ersten Hundeführer nicht möglich sei. Künftige Diensthunde durchlaufen einen sorgfältigen Auswahlprozess, den nur wenige erfolgreich bestehen. Diese Tiere absolvieren eine sehr teure Ausbildung und werden dann einem Diensthundeführer übergeben. Da Sam einsatzfähig und gesund ist, können er aus seinem Dienst nicht einfach ausscheiden. Er wird gebraucht. Ferner sei es üblich, dass Diensthunde durch entsprechende Umstände eine(n) andere(n) Führer(in) bekommen können. Auch eine längere Pause sei nicht denkbar, da Sam die antrainierten Fähigkeiten nach und nach verlieren würde.

Die Polizei fügte hinzu, dass Sam seit Mitte Januar in der Familie eines anderen Diensthundeführers lebt und sich dort wohlfühlt. Man sollte meinen, dass sich die Petition damit erübrigt hätte. Doch ihre Unterstützer kämpfen weiter und haben die Aktion sogar noch ausgeweitet. Mit einem Aufruf an den Polizeipräsidenten Klaus Kandt und an den Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses startet eine neue Runde im Kampf um Sam.

Es stellt sich natürlich die Frage, ob es dem Tier noch nützen würde, wenn es möglicherweise nach Wochen oder Monaten zu seinem alten Hundeführer zurückkäme. Diese Frage lässt sich kontrovers diskutieren. Es bleibt jedenfalls spannend. Drücken wir Sam die Daumen, dass kein jahrelanger Rosenkrieg um ihn ausbricht.

 

© Foto zum Artikel „Polizeihund Sam“: Flight69 | Dreamstime.com – Polizeihund

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Hundefreundliche Ferienwohnungen in Holland

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