Viele hundefreundliche Ferienhäuser an der Ostsee
Feb 3, 2016
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Rottweilerhündin ausgesetzt – menschliches Versagen auf ganzer Linie

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Eine stattliche Rottweilerhündin, die man inzwischen auf den Namen Hope getauft hat, ist Ende Januar in Laichingen-Feldstetten aufgefunden worden. Bei eisiger Kälte saß das kurzhaarige Tier am Zaun einer Firma festgebunden frierend im Schnee. Da kein Besitzer auffindbar war, dürfte die Hündin ausgesetzt worden sein. Völlig skrupellos nahm der Besitzer den möglichen Tod der Hündin in Kauf, denn zu dem Zeitpunkt herrschten vor Ort Temperaturen im zweistelligen Minusbereich.

Doch nach ihrem Auffinden durch einen Mitarbeiter der Firma ging das Drama noch weiter. Wie die „Schwäbische.de“ berichtet, wurde zunächst die Polizei hinzugezogen. Da die Hündin verängstigt war und schnappte, konnten die Polizisten sie nicht ohne Weiteres losbinden. Deshalb holten sich die Polizisten Rat bei einem Tierarzt. Dieser scheint dem Bericht zufolge gar nicht vor Ort erschienen zu sein. Quasi in Ferndiagnose meinte er, dass es kein Problem sei, die Hündin noch eine Nacht draußen zu lassen. Niemand weiß, wie lange das arme Tier in der Kälte um sein Leben kämpfen musste, ohne Wasser, Futter und wärmenden Schutz. Vermutlich vom Sonnabend bis zum Montagmorgen. Immerhin hat man ihr wenigstens eine Decke dagelassen.

Inzwischen wird Hope im Ulmer Tierheim gut versorgt. Die Leiterin berichtet, dass die Hündin völlig unterkühlt, ausgetrocknet und mit blutunterlaufenen Augen im Tierheim ankam. Ihr Zustand war ernst. Inzwischen hat sie sich erholt, frisst gut und verhält sich freundlich und ausgeglichen. Sie soll nun an zuverlässige Leute vermittelt werden. Das Tierheim wird Anzeige gegen Unbekannt erstatten und gleichzeitig versuchen, das verantwortungslose Handeln des Tierarztes aufzuklären. Das scheint gar nicht so einfach zu sein, denn der Leiterin ist sein Name unbekannt.

Die Stadt Laichingen setzt inzwischen alles daran, den Halter der Rottweilerin zu ermitteln. Dafür wurden viele mediale Hebel in Bewegung gesetzt. Eine erstaunliche Resonanz folgte auf den Bericht über Hope im lokalen Fernsehen und auf den Facebook-Post der Stadt Laichingen. Hopes Schicksal bewegt viele Hundefreunde. So verzeichnete die Meldung auf der Facebook-Seite der Stadt bislang fast 1,5 Millionen Klicks und rund 850 Likes. Mehr als 14.500 Mal wurde die Nachricht geteilt und über 4.000 Mal kommentiert. Die Meinung der User ist einhellig: Diese Tierquälerei und das unverantwortliche Handeln der „Erstretter“ müssen hart bestraft werden. Doch selbst wenn der Halter der Hündin ermittelt werden kann: Der Vorfall muss laut Bußgeldkatalog nur als Ordnungswidrigkeit behandelt werden. Wesentlich mehr als eine Geldstrafe droht kaum. Die kann immerhin empfindlich sein. Bis zu 25.000 Euro Strafe drohen für das Aussetzen eines Hundes.

Momentan tappt die Polizei auf der Suche nach dem Halter noch im Dunkeln, da der Microchip der Hündin defekt ist. Es scheint aber so, dass sie schon einmal Welpen hatte. Vielleicht ein brauchbarer Tipp. Alle sachdienlichen Hinweise nimmt die Stadt Laichingen unter der Telefonnummer (0 73 33) 85 21 entgegen.

Man kann nur wünschen, dass der Täter ermittelt und der Strafrahmen anschließend ausgeschöpft wird. Es gibt keinen erdenklichen Grund, einen Hund in Lebensgefahr zu bringen, obwohl er ohne Weiteres im Tierheim abgegeben werden könnte. Bleibt zu hoffen, dass Hope nun in einer passenden Familie ein dauerhaftes, liebevolles Zuhause findet.

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© Das Foto oben ist ein Screenshot des Facebook-Posts der Stadt Lachingen. Die Fotos selbst unterliegen dem Copyright des Fotografen.

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Hundefreundliche Ferienwohnungen in Holland

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