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Mai 10, 2021
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Siberian Husky – Portrait des Schlittenhundes

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Der Siberian Husky ist mit seinem dichten Pelz und dem eindringlichen Blick aus seinen stahlblauen oder braunen, schön geschnittenen Augen ein echter Hingucker. Schlittenhundeführer, sogenannte „Musher“, schätzen die Rasse, weil sie zu Höchstleistungen und langer Ausdauer fähig ist. Ansonsten sind die Schlittenhunde treue Begleiter mit viel Freude an gemeinsamen Aktivitäten.

Wer sich einen Siberian Husky anschafft, der holt sich eine echte Persönlichkeit ins Haus. Der kraftvolle Vierbeiner muss konsequent erzogen, aber auch viel bewegt und gefordert werden, um sich zu einem folgsamen Hausgenossen zu entwickeln. Wer das alles beherzigt, bekommt einen liebevollen und treuen Familienhund.

Siberian Husky

Der Siberian Husky gilt als treuer Familienhund. Allerdings ist seine Haltung anspruchsvoll, denn er braucht viel Bewegung und Beschäftigung, sonst könnte sich seine überschüssige Energie in Zerstörungswut umsetzen.

Siberian Husky Steckbrief

  • Größe laut FCI-Standard: Rüden: 53,5 – 60cm
  • Hündinnen: 50,5 – 56cm
  • Gewicht: Rüden: 20,5 – 28kg
  • Hündinnen: 15,5 – 23kg
  • Alterserwartung: 12 – 13 Jahre
  • Haltung: vorzugsweise im Freien
  • Verwendung: Schlittenhund
  • Bewegungsbedarf: hoch
  • Anfängerhund: nein
  • Für Kinder geeignet: ja
  • „Einmann-Hund“: nein

Geschichte des Siberian Husky

Ursprünglich stammt der Siberian Husky von den Schlittenhunden aus Sibirien ab, welche von den Einheimischen schon über viele Jahrhunderte gezüchtet und ausgebildet wurden.

William Goosak trat als Erster mit dieser neu gezüchteten Rasse zu einem Schlittenhunderennen in Alaska an. Seine Hunde erregten Misstrauen und Unglauben, weil sie so klein waren. Daher gaben sie ihnen den Namen „Husky“, eigentlich ein Schimpfwort der Inuit. Doch das Gespann belegte überraschend den dritten Platz, da die Tiere eine längere Ausdauer hatten und viel wendiger waren. Weitere Erfolge folgten.

Siberian Husky

Der Siberian Husky stammt ursprünglich von Schlittenhunden aus Sibirien ab. Wenn es irgendwie möglich ist, sollte man mit ihm seinen geliebten Schlittenhundesport betreiben.

Das Interesse an der neuen Rasse war geweckt. Später wurde der Siberian Husky auch außerhalb von Sibirien gezüchtet und im Jahr 1930 als Rasse in den USA als anerkannt. Heute nehmen Siberian Huskys immer noch an Schlittenhunderennen teil, sind aber auch als Haus- und Begleithunde beliebt. Laut dem FCI gehören sie bei der Gruppe „Spitze und Hunde vom Urtyp“ zur Unterkategorie „Nordische Schlittenhunde“.

Aussehen des Siberian Husky

Diese Hunderasse gehört zu den mittelgroßen Arbeitshunden. Charakteristisch sind die aufrechtstehenden Ohren, das dichte, mittellange Fell und die buschige Rute. Ihr Körperbau ist kompakt, wodurch sie sich sehr wendig, schnell und leichtfüßig bewegen können und dennoch sehr elegant wirken.

Siberian Huskys sind sehr kräftig und gleichzeitig ausdauernd. Sie haben straffe, gut proportionierte Muskeln, die sie agil, aber nicht grob oder übergewichtig wirken lassen. Proportionsmäßig sind sie stets etwas länger als hoch.

Haarkleid und Fellfarben

Laut FCI-Standard sind bei reinrassigen Siberian Huskys alle Farben von schwarz bis weiß erlaubt, wobei auch Musterungen vorkommen können. Insbesondere der Kopf weist oft eine auffällige und einzigartige Zeichnung auf.

Die Siberian Huskys besitzen ein doppeltes Fell, bestehend aus einem dichten Unterhaar und einem gröberen Deckhaar. Das Fell ist mittellang, wodurch die Form des Körperbaus darunter immer gut erkennbar ist. Während die Unterwolle eher weich und dicht ist, sind die längeren, schützenden Deckhaare etwas stärker und liegen gerade am Körper an.

Siberian Husky

Reinrassige Siberian Husky gibt es in allen Farben von schwarz bis weiß.

Wesen und Charakter

Temperament und Erziehungsfähigkeit

Typisch für diese Rasse ist ein sanftmütiges und freundliches Temperament, wobei die Tiere sehr aufmerksam und kontaktfreudig sind. Siberian Huskys verhalten sich Fremden gegenüber offen und haben keinerlei aggressive oder besitzergreifende Eigenschaften wie zum Beispiel Wachhunde.

Allerdings sind es echte Persönlichkeiten, welche die Sinnhaftigkeit von Anweisungen durchaus infrage stellen. Die Erziehung benötigt viel Geduld, Lob und Konsequenz.

Jagdtrieb

Trotz der Domestizierung besitzen Huskys noch einen ausgeprägten Jagdtrieb. Daher ist es wichtig, sie von Klein an auf das Abrufen zu trainieren. In Waldgebieten mit viel Wild ist es ratsamer, die Huskys an einer Leine zu führen

Alleinsein und Bellen

Der Siberian Husky mag es nicht alleine zu sein. Er sucht als Rudelhund immer Kontakt und ist nie nur auf eine einzige Person bezogen. Das sollte man bei der Haltung berücksichtigen.

Huskys jaulen und heulen mehr, anstatt zu bellen. Dies tun sie jedoch nur in Maßen.

Eignung für Familien mit Kindern

Für Familien mit Kindern sind sie geeignet, sofern man sie gut erzieht, da sie sanft und geduldig sind. Außerdem verhalten sie sich überaus loyal zu ihren Familienmitgliedern.

Siberian Husky und Deutscher Schäferhund

Gegenüber anderen Hunden zeigt der Siberian Husky eher ein freundliches Verhalten.

Verhalten zu anderen Hunderassen

Ebenso wie mit Fremden reagiert der Siberian Husky auch auf andere Hunderassen eher freundlich. Haben Sie einen Rüden und sind läufige Hündinnen in der Nähe, können sie zu einem Dominanzverhalten neigen, welches unterbunden werden sollte.

Insgesamt ist der Siberian Husky zwar ein verträglicher Zeitgenosse, aber für Anfänger eine echte Herausforderung.

Erziehung

Grundsätzlich sollte die Erziehung beginnen, sobald der kleine Husky ins neue Heim zieht. Wichtig in der Erziehung ist, dass die Huskys vor allem auf Motivation reagieren, die sie sich verdienen. Dies könnten Streicheleinheiten oder Leckerchen sein. Bei positivem Verhalten sollte der Hund seine Belohnung bekommen.

Außerdem ist Kontinuität essenziell. Kommandos sollten immer gleich lauten und auf dieselbe Weise durchgesetzt werden. Ansonsten ist der Husky verwirrt und weiß nicht, was von ihm erwartet wird. Dann kann er kompliziert werden und versuchen, die Führung zu übernehmen und seinen Kopf durchzusetzen.

Siberian Huskys sind sehr intelligent, haben eine hohe Auffassungsgabe und können leicht lernen. Sie sind zwar manchmal ein wenig stoisch, doch mit viel Geduld können sie treue Begleiter werden.

Siberian Husky - Welpe

Sobald der kleine Husky-Welpe zu Hause einzieht, sollte man mit der Erziehung beginnen.

Aufgaben und Hundesport

Da der Siberian Husky primär als Schlittenhund gezüchtet wurde, ist dies auch die passendste Hundesportart für diese Rasse. Mit dem richtigen Training können die Tiere das 9-fache ihres eigenen Körpergewichts ziehen und haben dabei an langen Strecken sogar noch Spaß.

Auch an Orten ohne Schnee kann man den Siberian Husky optimal zum Zughund trainieren. Dazu gibt es spezielle Fahrräder, Roller und Trainingswagen, mit denen der Hund sein Herrchen oder Frauchen hinter sich herziehen kann. Canicross,  Bikejöring, Dogtrekking, Wandern, Joggen oder Schwimmen sind für Huskys auch sehr gut geeignet.

Haltung des Siberian Husky

Der Siberian Husky kann im Haus gehalten werden, zieht aber einen großen Garten mit viel Auslauf vor. Dort empfiehlt sich eine gut isolierte, geschützt stehende Hundehütte, worin er etwas kühler schlafen kann als im Haus. Wird ein Siberian Husky drin gehalten, sollte der viel an der frischen Luft bewegt werden.

Doch bitte den Sozialkontakt nicht vergessen. Huskys mögen es nicht alleine zu sein, da sie ursprünglich Rudelhunde waren. Natürlich können sie mal einige Stunden unbeaufsichtigt zuhause bleiben, doch das sollte weitgehend vermieden werden. Gegen Einsamkeit kann die Anschaffung eines zweiten Huskys helfen. Wer das nicht kann oder möchte, sollte sich täglich ausführlich mit seinem Husky beschäftigen, wobei Hundesport und intensives Spiel helfen, das Kraftpaket so richtig auszupowern.

Siberian Husky

Am besten ist der Siberian Husky in einem Haus mit einem großen Garten aufgehoben.

Pflege des Siberian Husky

Fellpflege

Das Fell der Siberian Huskys hat den Vorteil, dass es sich weitgehend von selbst reinigt. Die Hunde müssen eigentlich nie gebadet werden, sondern nur im äußersten Notfall oder um den natürlichen Haarwechsel zu beschleunigen. Die Fellpflege beschränkt sich ansonsten auf regelmäßiges Kämmen und Bürsten. Während des Fellwechsels macht man das am besten täglich.

Siberian Huskys wechseln ihr Fell im natürlichen Rhythmus, ungefähr jedes halbe Jahr. Bei Wohnungshaltung fallen allerdings ständig etliche Haare aus. In der warmen Jahreszeit muss der Husky unbedingt von seiner dichten Unterwolle befreit werden, die sonst einen Hitzestau verursachen würde. Dafür nutzt man am besten einen Furminator.

Das Fell wird niemals geschoren. Gekürzt werden darf ausschließlich das Haar zwischen den Zehen und um die Pfoten herum. Dadurch vermeidet sich im feuchten Schnee die Bildung von Eisklumpen.

Zahnpflege

Für die Zahnpflege eignen sich Knochen zum Knabbern. Sie reinigen die Zähne von Zahnstein, halten sie weiß und versorgen sie mit wichtigem Calcium.  Wer seinen Husky mit frischem Fleisch, Gemüse und Obst ernährt, der wird ohnehin kaum Zahnsteinprobleme feststellen.

Krallenpflege

Sind die Hunde oft draußen auf hartem Untergrund, nutzen sich ihre Nägel meist von allein ab. Wenn im Winter Schnee liegt oder das Tier viel auf Gras läuft, müssen die Krallen jedoch alle 2-3 Wochen zurückgeschnitten werden, um den Hund nicht beim Laufen zu behindern.

Spaziergang mit Siberian Husky

Gemeinsames Joggen, Zughundesport oder zumindest ausführliche Spaziergänge braucht der Siberian Husky.

Rassespezifische Erkrankungen

Mit der richtigen Haltung und angemessener Aktivität ist ein Siberian Husky kerngesund. Nur unter Extremen, entweder bei zu wenig oder zu viel Training, können Erkrankungen auftreten. Diese betreffen den Bewegungsapparat, die Psyche und das Herz-Kreislaufsystem. Gelegentlich kommt die erbliche Hüftgelenksdysplasie vor.

Als Arbeits- und Sporthunde sind Huskys sehr robust. Für Krankheiten und Verletzungen sind sie wenig anfällig. Nach einem Unfall regenerieren sie sehr schnell und auch tiefe Wunden können innerhalb kurzer Zeit heilen.

Für wen ist die Rasse Siberian Husky geeignet?

Siberian Huskys sind für Musher und Hundesportler geeignet, von denen sie zu Zughunden ausgebildet werden. Dort sind sie ständig draußen, haben viel Aktivität, interagieren mit Menschen und sind im Schlittenhunderudel nie alleine.

Auch als Familienhund eignet sich der Siberian Husky durchaus gut, da er treu, sanft und gesellig ist. Doch diese Hunderasse benötigt viel Zeit und besonders viel Gesellschaft. Aus diesem Grund empfiehlt sie sich nicht für Einzelpersonen oder Familien, die den ganzen Tag außer Haus sind und keine Zeit haben, ihrem Hund genügend Bewegung, Auslauf und Gesellschaft zu bieten.

Fotos:

Kopfbild Siberian Husky von monicore auf Pixabay
Siberian Husky von BARBARA808, Pixabay
Siberian Husky von TriplexAdventures, Pixabay
Husky und Deutscher Schäferhund von Tanya50, Pixabay
Siberian Husky von MilanoNegro, Pixabay
Siberian Husky – Welpe von albertlsy7101, Pixabay
Husky im Garten von LynetteC , Pixabay
Spaziergang mit Siberian Husky von OrnaW, Pixabay

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