Viele hundefreundliche Ferienhäuser an der Ostsee
Mai 18, 2016
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Wer einen Hund an seiner Seite hat, der ist nicht einsam.

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Wer einen Hund an seiner Seite hat, der ist nicht einsam.Wieviel Wahrheit steckt hinter diesem einfachen Sinnspruch? Auch wenn es gleich Proteste regnet: Unsere Hunde sind liebevolle Gefährten, Kontakte zu anderen Menschen können sie dennoch nicht vollständig ersetzen. Jedoch ist ein Hund sehr wohl in der Lage, allein durch seine Anwesenheit die Einsamkeit eines Menschen zu mildern. Hunde sind für viele Einsame oft das einzige lebendige Wesen in ihrem Wohnbereich und vermitteln die Verbindung zur Außenwelt. Während der täglichen Gassigänge mit dem Hund kommt auch dessen Besitzer schneller mit anderen Menschen in Kontakt. Eine enorme Erleichterung für Menschen, die sich durch ihre Lebensumstände von der Umwelt abgekapselt fühlen und denen unverbindliche Gespräche mit Fremden zunehmend schwerfallen.

Vom Knuddeln und Umarmen

Wie angenehm es doch ist, seinen Hund zu streicheln, zu umarmen und ihm wohlige Seufzer zu entlocken. Die liebevollen Berührungen genießen beide Seiten. Dabei sollten man es mit den Umarmungen nicht übertreiben, empfiehlt Stanley Coren, einer der führenden Verhaltens- und Intelligenzforscher für Hunde. Er stellte während einer Untersuchung fest, dass ein überraschend großer Teil, nämlich über 80% der beobachteten Tiere, während der Umarmung Anzeichen von Stress zeigte. Der Psychologe kam zu dem Schluss, dass viele Hunde die Umarmungen nur dulden, nur wenige würden sie wirklich lieben. Vom Streicheln und Kraulen können die meisten Vierbeiner dagegen nicht genug bekommen.

Versteht mich mein Hund?

Wie oft werden Hundebesitzern für den Satz: „Mein Hund versteht jedes Wort“ belächelt? Ist das Unsinn oder kann ein einsamer Mensch tatsächlich auf Verständnis hoffen? Stanley Coren, der an der University of British Columbia forscht, kam auch in dieser Frage zu erstaunlichen Erkenntnissen. Er fand heraus, dass Hunde eine einfache Form des Ich-Bewusstseins entwickeln und bei der Bewältigung von Testaufgaben sogar eine gewisse Planmäßigkeit zeigen. Damit sind sich Mensch und Hund viel ähnlicher, als man bisher für möglich hielt. Einfache Rechenaufgaben und das Verstehen von über 200 Wörtern haben mehrere Testhunde bewältigt. Beachtliches schaffte auch Wunderhund Rico bei den Forschern des Max Planck Instituts in Leipzig. Der Border Collie- Rüde ist nicht nur in der Lage, aus zahlreichen Spielzeugen sehr treffsicher das Gesuchte herauszufinden. Er kann sich sogar neue Begriffe in einer Weise erarbeiten, die an die Lerntechnik von Kleinkindern erinnert. Phänomenal. Intelligente Hunde können den Intelligenzgrad eines  zweieinhalbjährigen Kindes erreichen.

Vielleicht noch wichtiger ist die emotionale Intelligenz des Tieres für seinen Besitzer. Studien konnten inzwischen belegen, dass Hunde Emotionen im Gesicht, aber auch anhand der Stimme und Haltung ihres Herrchens oder Frauchens sicher erkennen können. Im engen Zusammenleben mit Menschen entwickeln Hunde diese Fähigkeiten besonders gut. Selbst wenn Sie also keinen Hunde-Einstein auf der Couch sitzen haben, sondern nur ein liebes, durchschnittlich intelligentes Exemplar, kann Ihr Hund Sie auf seine Weise gut verstehen. Welch eine beruhigende Erkenntnis, besonders für einsame Menschen.

Mein Hund – der bessere Partner?

In Familien herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. Viele Ehepaare sind zeitweise, im schlimmsten Fall sogar immer, unfähig, richtig miteinander zu sprechen und Probleme gründlich auszuräumen. Jeder zieht sich in sein Schneckenhaus zurück und aus einem unbereinigten Streit kann ein dauerhafter, unterschwelliger Groll entstehen, frei nach dem Motto: „Er/Sie versteht mich nicht!“ Das  zunehmende gegenseitige Desinteresse kann dazu führen, dass man sich auch innerhalb einer Familie sehr einsam fühlt. In diesen furchtbaren Phasen einer Beziehung sucht ein Familienmitglied häufig Trost bei seinem Hund. Von ihm ist eine gleichbleibende Zuneigung zu erwarten, während beim Partner gerade Funkstille herrscht. Dem Hund wird es gefallen, denn in solchen Zeiten wird er über Gebühr verwöhnt. Man muss dann nur aufpassen, dass die Bevorzugung des Tieres die Partnerkrise nicht weiter befeuert.

Doch meist wird der Hund das familiäre Klima verbessern. Wer täglich Umgang mit einem Hund hat, der wird ruhiger, gelassener und kann mit Streit besser umgehen. Mediziner konnten nachweisen, dass bei Hundebesitzern der Stresspegel sinkt und sich sogar die Blutdruckwerte verbessern können, wozu die regelmäßigen Spaziergänge beitragen. Hundespaziergänge sind auch eine ideale Möglichkeit, sein eigenes Verhalten zu reflektieren. Möglicherweise hat sich die dicke Luft nach einem Streit bei der Rückkehr längst verzogen. Oder man ist nach dem erholsamen Erlebnis in der Natur viel besser in der Lage, sich wieder positiv einander zuzuwenden. Vielleicht kann man sogar schon wieder gemeinsam über einen lustigen Streich des Hundes lachen?

Für ältere Menschen, die ihren Lebenspartner verloren haben, ist der Hund keine Alternative, sondern meist der einzig verfügbare Partner. Viele Paare haben im Vorruhestand oder mit dem Eintritt ins Rentenalter endlich mehr Zeit und erfüllen sich den Wunsch vom eigenen Hund. Alle werden zusammen alt. Wenn letztendlich nur ein alleinstehender Partner übrig bleibt, stellt sich die Frage:“Kann ich mir noch einmal einen Hund anschaffen?“. Diese Frage wollen wir in einem späteren Artikel beantworten, da sie hier den Rahmen sprengen würde.

Der Hund als Seelenarbeiter

Nicht nur einsame, sondern auch kranke Menschen profitieren von der Anwesenheit eines Hundes. Die Erfahrungen mit Therapiehunden haben gezeigt, dass sie bei depressiven Menschen wie ein Türöffner in die Welt wirken können. Depressive ziehen sich, je nach Ausprägungsgrad ihrer Erkrankung, von ihren Mitmenschen stark zurück und leben in ihrer eigenen, dunklen Welt, in die auch niemand richtig vordringen kann. Depression und Einsamkeit gehen oft miteinander einher. Nicht selten ist es dann ausgerechnet ein Hund, der durch seine Lebensfreude und seine authentische Zuwendung Licht ins Dunkel des depressiven Lebens bringt. Ein erfahrener Therapiehund geht meist vollkommen offen auf einen Kranken zu und versucht zum Beispiel, ihn zum Spiel mit einem Ball zu bewegen. Reagiert der Kranke zunächst nicht, wird der Hund es erneut probieren, um sich irgendwann irritiert abzuwenden, wenn er keinen Erfolg hat. Der Kranke sieht sein Verhalten im Hund gespiegelt. Oft schaffen es die Tiere früher oder später, Depressive wenigstens zeitweise aus ihrer Lethargie und Dunkelheit zu wecken und ihnen ein wenige Lebensfreude zu spenden. Denn schon kleinste Erfolgserlebnisse im Umgang mit dem Tier können Selbstbesusstsein und Zuversicht des Kranken heben.

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© Foto: Mädchen mit Hund auf einem Berg über den Wolken – Pexels, Pixabay.

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