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Aug 24, 2022
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Whippet

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Der Whippet ist eine sehr vielseitige Windhundrasse, die für diverse Aktivitäten einschließlich Jagd und Hundesport eingesetzt werden kann. Whippets sind fröhliche, anpassungsfähige Hunde, die engen Kontakt zu ihren Menschen suchen. Die kleinen Windhunde eignen sich hervorragend als Familienhunde, sofern man sie tagsüber nicht allzu lang allein lässt und ihrem starken Bewegungsdrang gerecht wird.

Die mittelgroßen, eleganten Tiere besitzen immer noch viel Jagdtrieb, den man nicht unterschätzen sollte.

Whippet – Steckbrief

  • Größe laut FCI-Standard: 44 bis 51 cm
  • Gewicht: ca. 13 kg
  • Alterserwartung: 12 bis 15 Jahre
  • Haltung: Haus mit Garten, auch Wohnung, wenn täglicher Freiauslauf möglich ist
  • Verwendung: Familien- und Begleithund, Rennhund, Therapiehund
  • Bewegungsbedarf: groß
  • Für Kinder geeignet: ja
  • „Einmann-Hund“: nein
  • FCI-Gruppe 10 Windhunde, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde

Geschichte der Rasse

Der Whippet kommt ursprünglich aus England. Die Bezeichnung „Whippet“ wurde neben einigen ähnlichen Begriffe erstmals im 16. Jahrhundert verwendet. Allerdings meinte man damals nicht die Rasse speziell, sondern viele der kleinen, kläffenden Wachhunde.

Die Rasse wurde erstmals 1891 anerkannt und in das Zuchtbuch eingetragen. Es gibt nur sehr wenige Informationen über die Geschichte des Whippets vor dieser Zeit, obwohl es Hinweise auf Hunde dieser Art in alten Gemälden und Schriften gibt. Damals unterschied man jedoch nicht zwischen den verschiedenen Hunderassen, sondern bezeichnete sie einfach als kleine oder große Windhunde.

Whippets im Wasser

Früher wurden Whippets sowohl einzeln als auch in der Meute zur Jagd verwendet. Daher sind sie mit anderen Hunden meist gut verträglich.

Als Snap dog und Rag Hound vertilgten sie Raubzeug und wurden von einfachen Leuten gern zur Wilddieberei und für Wettrennen eingesetzt. Damals kristallisierten sich die explosiven Sprintfähigkeiten, die Agilität und das Selbstvertrauen als die wichtigsten Eigenschaften für diese Hunde heraus.

Schließlich wurden Hundeausstellungen bedeutsamer. Das veranlasste die Züchter schließlich dazu, sich um ein einheitliches Aussehen der Rasse zu bemühen, das im Standard festgeschrieben wurde. Aus diesem Grund ist die Rasse heute sehr populär geworden.

Erscheinungsbild des Whippets

Das Aussehen des Whippets ist windhundtypisch schlank und athletisch. Die Tiere sind auf Schnelligkeit und Leistung gezüchtet. Daher ist ein ausgewogener Körperbau wichtig, der durch Anmut und Kraft besticht. Kein Gramm Fett zu viel, aber Sehnen und Muskeln verleihen machen ihn zum Hochleistungssportler unter den Hunden. Seine Schnelligkeit im Sprint ist mit über 50 km/h legendär. Darin wird er nur vom Greyhound übertroffen.

Whippet beim Rennen

Whipptes sind wendige und sehr schnelle Rennhunde, die intensive Sprints lieben.

Da bei dieser Rasse das Jagdvermögen und die Schnelligkeit zählen, ist ein perfektes Gangwerk mit weit ausgreifenden Schritten und viel Schub aus der Hinterhand wichtig. Die kleinen Windhunde einen sehr spezifischen Bewegungsstil, der sowohl effizient, kraftvoll als auch anmutig und leichtfüßig ist. Zu kurze Schritte, Schwerfälligkeit oder Steppschritte durch unharmonische Winkelungen sind verpönt. Windhunde sollten sich außerdem von vorn und hinten gesehen parallel bewegen.

Ein weiteres typisches Merkmal ist der schmale, lange Kopf, der sich zur Nase hin verjüngt und nur einen leicht angedeuteten Stopp hat. Als Jagdhund besitzt der Whippet ein kräftiges Gebiss.

Farben und Behaarung

Es gibt Whippets in einer Vielzahl von Farben. Im Prinzip ist alles außer Merle erlaubt.

Das glatte Haarkleid ist kurz in fein. Es liegt eng an und bietet keinerlei schützendes Luftpolster. Dadurch und durch die fehlende Unterwolle erklärt sich die höhere Empfindlichkeit gegenüber Kälte und Hitze. Außerdem hat er kaum schützende Fettpolster, die ihn wärmen könnten.

Wesen und Charakter des Whippets

Whippets sind angenehme, umgänglich Hausgenossen, die sich auch für Familien mit Kindern eignen. Sie verhalten sich in der Regel freundlich zu Artgenossen und anderen Haustieren. Beim Kontakt mit Kleintieren wie Kaninchen und Ratten, die sie früher gejagt haben, sollte man allerdings vorsichtig vorgehen.

Die Rasse ursprünglich für die Fährten- und Sicht-Jagd gezüchtet. Der Jagdtrieb steckt nach wie vor in den Temperamentsbündeln und ist auch durch eine noch so clevere Erziehung nicht vollständig unterdrückbar. Das sollte man vor der Anschaffung bedenken.

Durch seinen Bewegungsdrang und seinen aktiven Geist braucht der kleine Windhund regelmäßigen Freiauslauf und möglichst sportliche Betätigungen, um ruhig und ausgeglichen zu bleiben. Manchmal ist auch ein Anti-Jagdtraining nötig, um ihm die nötige Bewegung ohne Leine verschaffen zu können. Doch wie schon erwähnt, ist der Jagdtrieb gelegentlich größer als der Wille zur Unterordnung.

Whippets wurden früher sowohl zur Einzel- als auch Meute-Jagd eingesetzt. Sie mussten sich mit anderen Hunden vertragen und gehören daher zu den verträglichen Hunderassen.

Dass Alleinsein verkraften Whippets als sehr soziale Wesen nicht so gut, weshalb man das auch auf wenige Stunden begrenzen sollte.

Erziehung

Der Whippet ist eine Rasse, die ein konsequentes, aber auch einfühlsames Training benötigt. Die Tiere ordnen sich zwar unter, gehorchen und folgen aber nicht blindlings. Trotz ihres Kampfgeistes beim Jagen und Rennen ist ihr Hang zur Arbeit und Unterordnung begrenzt. Man kommt bei ihnen mit Lob und Motivation schneller zum Ziel als mit übertriebener Strenge, bei der sie sich oft verweigern.

Die beste Möglichkeit, den Whippet während des Trainings zu motivieren, ist der Einsatz von Futter oder Spielzeug als Belohnung. Ballspiele eignen sich besonders gut, um dem Hund die nötige Bewegung zu verschaffen, denn hier kann er seine überschüssige Energie verbrennen.

Whippets beim Hunderennen

Coursing und Hunderennen gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen der Whippets.

Aufgaben und Hundesport

Diese vielseitige Hunderasse, der an einer Vielzahl von Hundesportarten teilnehmen kann. Er ist besonders gut im Coursing, bei dem ein falsches Kaninchen oder ein anderes Tier gejagt wird. Weitere Sportarten, an denen der Whippet teilnehmen kann, sind Agility, Rennen und Obedience. Er ist auch eine beliebte Rasse für das Barn Hunt, bei dem die Fähigkeit des Hundes getestet wird, in Strohballen versteckte Ratten zu finden.

Haltung des Whippets

Whippets brauchen regelmäßig Bewegung. Damit ist vor allem die Möglichkeit zu kurzen, intensiven Sprints gemeint, bei denen sich die rennbegeisterten kleinen Windhunde so richtig auspowern können. Rasante Sprints liegen in ihrer Natur. Langes Laufen am Fahrrad ist hingegen nicht nach ihrem Geschmack.

In einem Haus mit eingezäuntem großen Garten und genug Platz zum Toben sind Whippets deshalb sehr gut aufgehoben. Hier können sie ganzjährig herumflitzen, was in Wald und Flur aus Tierschutzgründen zeitweise nicht möglich ist. Sie sollten einen warmen, kuschligen Platz im Haus bekommen. Das kann ein gut gepolstertes oder flauschiges Hundebett oder ein Körbchen mit weicher Einlage sein.

Doch auch eine ausreichend große Wohnung eignet sich zur Haltung, sofern man täglich Zeit für den nötigen Freiauslauf aufbringt und auch entsprechende Möglichkeiten in der Nähe hat. Das kann ein Hundeauslaufgebiet oder ein großer Park sein, sofern die Tiere dort ohne Leine toben dürfen. Auch Windhundsport auf der Rennbahn ist ein guter Ausgleich.

Als Zwingerhund ist er dagegen überhaupt nicht geeignet. Das dünne Haar und die geringen Fettreserven lassen ihn schnell frieren. Außerdem ist der Whippet auf engen Kontakt mit seinen Besitzern angewiesen, um seelisch nicht zu verkümmern. All das wäre in einem Zwinger nicht gegeben.

Windhund im Körbchen

Ein perfekter, kuschliger Platz mit Aussicht am Fenster

Pflege des Whippets

Die Haarpflege des Whippets ist einfach zu bewerkstelligen. Man entfernt überständige Haare mit einem Noppenhandschuh, der gleichzeitig für eine angenehme Massage sorgt. Auch eine Naturhaarbürste leistet gute Dienste. Den Haarwechsel kann man mit einem Furminator deShedding-Werkzeug deutlich beschleunigen.

Die Besitzer sollten die Zähne ihres Hundes mindestens zweimal pro Woche putzen und die Ohren regelmäßig auf Infektionen untersuchen.

Der Whippet ist eine empfindliche Rasse, die sich bei extrem heißem, aber vor kaltem Wetter nicht wohlfühlt, daher sollten die Besitzer darauf achten, ihn im Winter mit einem Hundemantel warm zu halten und bei Regen ggf. ein Hundecape zu nutzen.

Rassespezifische Erkrankungen

Whippets sind im Allgemeinen gesunde Hunde. Erbkrankheiten treten nur gelegentlich auf. Sie sollten in der Zucht aber kontrolliert und beachtet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dazu zählen:

  • Alopezie (Hautprobleme durch angeborenen Pigmentmangel)
  • Augenerkrankungen wie PRA, Katarakte und Glaukome
  • Myostatin-Mutation, „Bully-Gen“, DNA-Test möglich
  • Von Willebrandt-Krankheit (Einzelfälle), DNA-Test möglich
  • Osteochondritis dissecans, auch OCD oder OD – eine Knochennekrose
Whippet Welpe

Whippetwelpen sind begehrt. Dennoch sollte man keinen Welpen aus Massenzucht kaufen.

Wo kauft man einen Whippet?

Eine empfehlenswerte Möglichkeit, einen Whippet zu kaufen, ist über einen organisierten VDH-Züchter. In den Vereinen unter diesem Dachverband werden die Züchter von speziell geschulten Zuchtwarten beaufsichtigt und kontrolliert. Darüber hinaus werden hohe Anforderungen an die Zuchttiere gestellt, bevor diese überhaupt Welpen bekommen bzw. zeugen dürfen. Es gibt Zuchtprogramme zur Ver

Am besten besuchen Sie die Züchter lange vor dem geplanten Kauf, um die Lebensbedingungen der Hunde sehen und sich einen Eindruck von der Zuchtstätte verschaffen.

Pro Jahr werden im VDH zwischen 600 und 800 Whippet-Welpen aufgezogen. Die Rasse erfreut sich zunehmender Beliebtheit, so dass man manchmal auf den nächsten Wurf warten muss. Aber einen Hund ist bestenfalls eine Anschaffung für die nächsten 12 bis 15 Jahre. Für einen Whippet aus guter Zucht lohnt sich die Wartezeit immer.

Whippet-Welpen und erwachsene Tiere vermitteln derzeit drei Klubs unter dem Dach des VDH:

Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e.V. (DWZRV)

DWZRV Geschäftsstelle
Rottenweg 10
31185 Söhlde
www.windhundverband.de

Whippet Club Deutschland 1990 e.V.
www.wcd-online.de

Whippet e.V.
www.whippet-ev.de

Für wen ist die Rasse Whippet geeignet?

Der Whippet ist eine Rasse, die für viele Menschen geeignet ist. Sie sind gut mit Kindern und anderen Tieren verträglich und eignen sich hervorragend als Haustiere. Sie sind auch relativ pflegeleicht, was sie zu einer guten Wahl für viele Tierhalter macht. Es ist jedoch wichtig, den Windhund durch tägliche Bewegung und Spiele auszulasten, sodass er ausgeglichen und fröhlich bleibt. Als sehr menschenbezogene Tiere sollten sie maximal wenige Stunden täglich allein bleiben müssen.

Whippet Bücher und Produkte

 

 

 

 

 

 

Fotos:

Whippets im Wasser, Mabuya auf Pixabay
Whippet, Juliane auf Pixabay
Rennhund, Aleksandr Tarlõkov auf Pixabay
Hunderennen, Aleksandr Tarlõkov auf Pixabay
Hund im Körbchen, Ira Lee Nesbitt auf Pixabay
Whippet-Welpe, Mabuya auf Pixabay

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Hunderassen
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