Viele hundefreundliche Ferienhäuser an der Ostsee
Jan 28, 2020
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Wie kommen Hunde gesund durch den Winter?

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Hunde leiden unter Erkältungskrankheiten genauso wie Menschen. Von Husten, Halsschmerzen, Mandelentzündung und Schnupfen werden die Tiere sogar recht oft befallen. Auch Blasen- und Nierenprobleme sowie Lungenentzündungen sind gar nicht so selten. Die Vierbeiner fühlen sich dabei genauso schlapp und krank wie menschliche Patienten. Viele bekommen hohes Fieber und ernsthafte gesundheitliche Probleme, bei denen der Tierarzt helfen muss. Dabei sind es meist kleine Ursachen, die zur Krankheit führen, aber oft übersehen werden.

Vorbeugung ist auch beim Hund die beste Medizin

Auslauf muss sein – aber bitte mit Verstand

Spaziergänge mit dem Hund sind zu jeder Jahreszeit wichtig. Er braucht seinen Auslauf, um sich abzureagieren, Neues zu erschnuppern und sein Immunsystem zu trainieren. Bei schönem Winterwetter gibt es deshalb keinen Grund, den Spaziergang ausfallen zu lassen. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen wie Sturm, Schneefall, Regen oder extremer Kälte beschränkt man den Spaziergang besser auf das Nötigste. Einige Vierbeiner fordern generell viel Auslauf. Um sie zu schützen, bekommen sie bei nasskaltem Wetter ein Regencape oder einen warmen Hundemantel. Vor allem kurzhaarige oder frisch getrimmte bzw. geschorene Exemplare haben diese Schutzkleidung nötig. Aber auch Hunde mit dichtem, festem Haar durchnässen nach einer gewissen Zeit. Sie frottiert oder föhnt man nach der Rückkehr trocken und gibt ihnen einen warmen Platz mit einer geeigneten Unterlage.

Mitunter sieht man bei Minusgraden sich angeregt unterhaltende Hundebesitzer. Daneben sitzt bibbernd der arme Hund und holt sich eine Blasen- oder Nierenbeckenentzündung. Auch hier gilt: „Vorbeugen ist besser als heilen“.

Risikofaktor Temperaturwechsel

Ungünstig ist es auch, wenn Hunde ihren Aufenthaltsort ständig zwischen warmen Räumen und dem Außenbereich wechseln müssen. Ein Hund, der den ganzen Tag im geheizten Wohnzimmer verbracht hat, kann bei Abwesenheit des Besitzers nicht plötzlich nach draußen in die Kälte gesperrt werden. Er hat nur das eine Fell und kann sich nicht durch weitere Kleidung schützen. Der krasse Temperaturwechsel könnte durch Überforderung des Immunsystems zu einer Erkältung und langfristig zu  Schlimmerem wie Nierenerkrankungen führen.

Ausstattung von Schlafplatz oder Hundehütte im Winter

Den Schlafplatz in der Wohnung stattet man im Winter am besten mit einer saugfähigen, warmen Unterlage aus. Diese absorbiert die Nässe, leitet sie nach unten weg und sorgt gleichzeitig für wohlige Wärme. Am besten eignen sich dafür Drybeds bzw. Vetbeds. Drybends mit hohem, dichtem Flor sind im Winter die erste Wahl. Selbst viele Wohnungshunde zeigen sich in der kalten Jahreszeit dankbar, wenn Ihnen ein Hundehaus, eine Transportbox oder Hundehöhle im Zimmer angeboten wird.

Zwingerhunde sollten in einer gut isolierten, möglichst doppelwandigen Hundehütte untergebracht werden. Im Idealfall hat diese eine transparente Pendelklappe gegen Zugluft am Eingang, welche man auch nachrüsten kann. Die Hütte wird in einer geschützten Ecke des Hundezwingers untergebracht oder in einem stets für den Hund zugänglichen Außenraum wie einem Schuppen bzw. Gartenpavillion.

Optimales Hundefutter zur Stärkung des Immunsystems

Um die nötigen Abwehrkräfte zu entwickeln, sollte das Futter der Jahreszeit angepasst werden. Besonders für Leistungs- oder Zwingerhunde darf der Energiegehalt des Futters im Winter höher liegen als in der warmen Jahreszeit. Die Kälte führt zu einem hohen Energieverbrauch. Falls man das Futter selbst zubereitet, schafft man das vor allem über die Erhöhung der Fett- oder Eiweißportion. Natürlich kann man auch die Futtermenge ingesamt steigern.

Bei den Futterzusätzen haben sich Präparate mit einem hohen Vitamin C- und Zinkanteil bewährt. Unter den Hausmitteln sind Obstsorten mit viel Vitamin-C,  wie zum Beispiel Äpfel, als Futterergänzung beliebt. Honig hilft gegen Halsschmerzen und Verschleimungen. Algenpräparate und Blütenpollen wiederum stärken das Abwehrsystem. Man sollte sie aber nur verfüttern, wenn der Hund sie gut verträgt.

Der Hund braucht auch im Winter stets frisches Wasser, welches nicht zu kalt sein sollte. Dafür ist besonders im Außenbereich mehrfach am Tag zu sorgen!

Nicht übertreiben bei der Hundepflege im Winter

Praktische Winterfrisuren halten vor allem warm und trocken

Natürlich wünscht sich jeder Hundebesitzer, dass der Vierbeiner auch im Winter eine gute Figur macht. Dennoch empfiehlt es sich, die Haare während der kältesten Monate nicht zu kurz schneiden oder trimmen zu lassen. Die Frisur sollte im Winter vor allem praktisch sein und den Hund schützen. Hundefriseure haben oft gute Vorschläge für eine wärmende, aber dennoch ansprechende Hundefrisur.

Es versteht sich von selbst, dass man mit einem frisch gebadeten Hund nicht stundenlang in der Eiseskälte spazieren geht. Hunde sind robust, aber unter solchen Verhältnissen ist auch ihr Immunsystem überfordert. Beim Besuch des Hundesalons sollte man den schon erwähnten Hundemantel nicht vergessen, da er anschließend nötig sein könnte.

Pfotenschutz ist das A und O für schöne Winterspaziergänge

Ein besonderes Augenmerk ist auf die empfindlichen Hundepfoten zu legen. Am besten meidet man bei der Gassirunde die gelaugten Straßen, damit die Pfoten des Hundes nicht angegriffen werden. Sollte sich ein Hundespaziergang dort nicht vermeiden lassen, kann man Pfotenbalsam verwenden oder die Pfötchen anschließend abspülen und trocknen. Eine Alternative sind wasserdichte Hundeschuhe, die der Handel inzwischen anbietet. Für die Vierbeiner sind die Schuhe zwar schützend, aber durchaus gewöhnungsbedürftig. Daher besser vorher zuhause eine „Trockenübung“ mit dem neuen Schuhwerk machen.

Zwischen den Zehen der Hunde sammeln sich oft Eisklümpchen. Wenn ein Hund sich im Schnee plötzlich nicht mehr fortbewegen will, liegt es häufig daran. Dann entfernt man die störenden Klümpchen an Ort und Stelle. Überstehende Haare an den Pfoten kann man zu Hause abschneiden. Das reduziert die Gefahr der Eisklumpenbildung.

Nach der Heimkehr befreit man das ganze Fell von Schnee und Eis. Der Hund wird wie oben schon erwähnt am besten trocken gerubbelt und an einen warmen Platz gebracht. Falls der Vierbeiner extrem durchnässt ist, kann man auch zum Haartockner greifen.

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Foto © Akirkman5 | Dreamstime.comSheltie im Schnee

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Gesundheit · Pflege
Hundefreundliche Ferienwohnungen in Holland

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