Viele hundefreundliche Ferienhäuser an der Ostsee
Jun 30, 2016
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So schützen Sie Ihren Hund vor der Hitze: 12 Ideen, die Ihrem Hund das Leben im Sommer erleichtern

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Es ist wieder soweit: Der Sommer ist da und damit eine der schönsten Jahreszeiten für uns Hundebesitzer. Man geht wieder länger mit dem Vierbeiner spazieren, verbringt mehr Zeit draußen im Grünen oder springt sogar mit dem Hund in den See. Doch wir müssen im Sommer auch mit der Hitze zurechtkommen, die nicht nur uns Menschen, sondern vor allem den Hunden stark zusetzt.

Wie schützen Sie Ihren Hund richtig vor der Hitze?

Hunde schwitzen nicht wie wir Menschen über die Schweißkühlung der Haut, da sie – mit Ausnahme der Pfoten – nicht transpirieren können. Ihnen fehlen dafür die Schweißdrüsen. Sie müssen sich also durch Hecheln abkühlen. Die Wärmeregulation erfolgt durch den Luftaustausch beim Hecheln und Atmen, über die Schleimhäute im Maul und über die Zunge. Ein wenig schwitzen sie auch an den Pfoten, aber der dadurch erzielte Kühleffekt ist gering. Die optimale Körpertemperatur zu erhalten, ist für Hunde im Sommer Schwerstarbeit. Deshalb leiden sie unter der Hitze wesentlich mehr als wir Menschen. Bei vielen Rassen beginnen die Probleme schon ab Außentemperaturen von 25 bis 28°C. Als Besitzer können Sie aber viel tun, um Ihrem Hund im Sommer das Leben zu erleichtern.

1. Frisches Trinkwasser – immer und überall!

Stellen Sie Ihrem Hund überall einen Wassernapf mit sauberem, kühlem Wasser zur Verfügung. Dafür können Sie unterwegs eine Trinkflasche und einen faltbaren Hundenapf nutzen, der sich leicht transportieren lässt. Der Trinknapf sollte an einem schattigen Platz abgestellt werden, damit das Wasser sich durch die Hitze nicht so schnell erwärmt. Erneuern Sie das Trinkwasser im Hochsommer mehrfach täglich, denn darin bilden sich schnell Keime.

Hund vor der Hitze schützen

© Foto: Didgeman auf Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain

2. Futter

Genau wie die menschlichen sind auch die Verdauungsorgane des Hundes bei großer Hitze etwas träger als sonst. Daher bieten Sie dem Tier besser mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt an. Manche Hunde benötigen im Sommer auch eine geringere Kalorienzufuhr als im Winter, was mit dem veränderten Energiebedarf durch die höhere Außentemperatur zusammenhängt. Ob Sie die Menge und Zusammensetzung des Futters anpassen müssen, hängt allerdings auch viel von den Aktivitäten Ihres Hundes ab. Ein sportlich geführter Hund benötigt auch im Sommer eine gute Energiezufuhr über das Futter. Für normale Haushunden darf es etwas weniger sein.

Übriggebliebenes Futter bitte zügig wegräumen, da es schnell verdirbt.

3. Körperliche Überanstrengung vermeiden

Verschieben Sie lange Spaziergänge auf die frühen Morgen- beziehungsweise späten Abendstunden. Meiden Sie unbedingt die Mittagshitze. In dieser Zeit besteht nicht nur erhöhte Sonnenbrandgefahr, sondern Hunde können ebenso wie der Mensch einen Hitzschlag erleiden. Am besten beschränken Sie den mittäglichen Gassigang auf das Nötigste. Beim Hundesport kann man sich auf schonende Übungen konzentrieren und es ist auch nicht schlimm, wenn es an den heißesten Tagen „Hitzefrei“ gibt. Auch ein Ausdauertraining am Fahrrad wäre bei hohen Temperaturen unvernünftig. Wägen Sie gut ab, was Sie Ihrem Tier ohne Schaden zumuten können. Wer seinen Hund auch im Sommer körperlich austrainieren möchte, kann gut auf Schwimmen und Tauchen ausweichen.

4. Ein Platz im Kühlen

Unsere Vierbeiner suchen sich instinktiv ein kühles Plätzchen, um die Hitze besser zu verkraften. Dafür entwickeln sie unterschiedliche Strategien. Einige senken ihre Körpertemperatur, indem sie sich flach, mit ausgestreckten Hinterpfoten, auf die kalten Fliesen legen. Seien Sie unbesorgt, ihr Hund bekommt davon nicht gleich eine Blasenentzündung, außer er neigt generell stark dazu. Im Normalfall müssen Sie ihn deshalb nicht zurück ins Körbchen lotsen. Andere Hunde rollen sich auf den Rücken und sorgen so für Abkühlung. Wie auch immer: Geben Sie Ihrem Hund einen Schlafplatz in einem der kühlsten Zimmer des Hauses. Er sollte immer frei zugänglich sein. Möglicherweise muss bei Extremtemperaturen der gewohnte Schlafplatz des Hundes gewechselt werden, weil es kühlere Plätze im Haus gibt.

Bitte polstern Sie sein Körbchen nicht mit dicken, hochflorigen Hundebetten aus, sondern mit dünnen Decken oder Handtüchern. Bieten Sie ihm zusätzlich ein Körbchen oder eine Hundematte an, falls er normalerweise in einer Zimmerhütte oder Transportbox schläft. Der offene Schlafplatz ist bei solchen Temperaturen angenehmer.

Auch im Garten braucht Ihr Hund stets ein schattiges Plätzchen. Mancher clevere Vierbeiner buddelt sich ein Loch in der kühlen Gartenerde, oft mitten zwischen den Blumen und Gräsern. Zugegeben, da blutet einem als Gartenliebhaber schon das Herz, aber dieses Erdloch macht dem Hund die Hitze erträglicher. Vielleicht sollten Sie im Hochsommer einfach einmal ein Auge zudrücken? Oder bieten Sie ihm ein noch attraktiveres Plätzchen, zu dem er nicht nein sagen kann.

Hund vor der Hitze schützen

© Foto: Mr_niceshoot auf Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain

5. Sehr wirksam: Kühlmatte für Hunde

Besonders angenehm sind Kühlmatten für Hunde. Vor allem die Kühlmatten mit Gelfüllung erhalten oft positive Bewertungen von Hundebesitzern. Sie funktionieren ohne Wasser, Strom oder zusätzliche Kühlung einfach durch den Körperdruck des Hundes. Die angenehme Wirkung hält für mehrere Stunden an. Bereits nach rund 30 Minuten Pause soll die Matte danach wieder einsatzbereit sein, berichten zumindest einige Nutzer. Besonders praktisch ist, dass die Kühlmatte nicht nur als Hundebett dienen kann, sondern vor allem unterwegs und im Auto beste Dienste leistet.

6. Gute Erfindung: Kühlhalsband für Hunde

Auch bei diesem Produkt waren clevere Erfinder am Werk: Das Kühlhalsband nutzt die Tatsache aus, dass sich die Hunde durch den gekühlten Nacken sofort besser fühlen und sich ihr Kreislauf stabilisiert. Meist funktioniert das Kühlhalsband für Hunde so, dass man es ins Wasser taucht, sich der Inhalt dort vollsaugt und die Kühlung beginnt. Super für Spaziergänge bei heißem Wetter, denn irgendwann ist die Gassirunde ja doch einmal fällig.

7. Kühlspielzeug

Wo es Kühlhalsbänder gibt, ist auch das Kühlspielzeug nicht weit. Laut Beschreibung werden die Eisknochen und Eisbälle mit Wasser gefüllt und eingefroren. Sie haben in ihrem Inneren ein Kühlgel, welches den Kühleffekt bringt.  Durch die Poren auf der Oberfläche tritt dann kaltes Wasser aus, welches der Hund abschlecken kann. Auf diese Weise ist für eine angenehme Sommerbeschäftigung gesorgt. Ähnliche Produkte gibt es auch in Schwammform. Natürlich sind das Spielzeuge für draußen, laut Hersteller sogar schwimmfähig. Für diese neuartigen Kühlspielzeuge liegen erst wenige Bewertungen vor. Am besten einfach selbst testen, ob der eigene Hund damit Freude hat.

8. Sonnenbrand beim Hund vorbeugen

Hellhäutige Hunde bekommen an den Ohren, auf dem  Nasenrücken und teilweise auch unter dem Bauch schnell einen Sonnenbrand. Betroffen sind auch zu kurz geschorene und haarlose Hunde, denen der natürliche Schutz des Fells fehlt. Sie können am ganzen Körper einen Sonnenbrand bekommen. Außerdem erhöhen bestimmte Medikamente die Sonnenempfindlichkeit der Haut. Dazu gehören Medikamente für die Diabetesbehandlung, entwässernde Tabletten, aber auch einige Antibiotika, die einige Hunde zeitweise oder dauerhaft einnehmen müssen. Diese Tiere sind auch stärker gefährdet, einen Sonnenbrand zu erleiden. Deshalb sprechen Sie bitte mit Ihrem Tierarzt oder studieren Sie den Beipackzettel des Medikaments, falls er ein solches bekommt.

Was tun gegen den Sonnenbrand beim Hund?

Am besten verhindern Sie, dass sich Ihr Hundes in der prallen Sonne aufhält und einen Sonnenbrand holt. Passiert es doch einmal, dann können Hunde stark unter den bekannten Beschwerden des Sonnenbrandes leiden. Er kann starke Schmerzen verursachen und sogar zu Blasen und Infektionen führen. Das Eincremen mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, am besten einem Produkt für Kinder, ist eine Notlösung. Bedenken Sie aber, dass Hunde diese chemischen Produkte oft ablecken, was nicht gesundheitsförderlich ist. Außerdem lässt sich die Creme durch das Fell schlecht auf der Haut verteilen. Das Problem hat man sogar bei kurz geschorenem Haar. Dennoch kann man es auf dem Nasenrücken und an den Ohren versuchen.

Bei starkem Sonnenbrand mit deutlichen Befindlichkeitsstörungen und starken Symptomen muss der Hund zum Tierarzt.

9. Die richtige Hundepflege- und frisur im Sommer

Hund vor der Hitze schützen

© Hundepflege, Jana Lumley| Dreamstime.com

Unterstützen Sie den natürlichen Haarwechsel Ihres Hundes durch regelmäßiges Kämmen und Bürsten. Die überflüssige Unterwolle und loses Haar entfernen Sie – je nach Haarlänge – mit einem Shedding-Pflegewerkzeug, einer Zupfbürste, dem Unterwoll-Trimmmesser oder einem Felltrimmer. Bei Kurzhaarigen leistet auch der Pflegehandschuh gute Dienste. Zusätzlich kann ein Bad helfen, den Haarwechsel zu beschleunigen. Rassen, die getrimmt werden müssen, sollten im späten Frühjahr oder Frühsommer kurz getrimmt werden.

Oder haben Sie einen lang und üppig behaarten Hund? Dann informieren Sie sich beim Züchter oder Hundefriseur über Sommerfrisuren für Ihre Hunderasse. Bei einigen Rassen haben sich Kurzhaarschnitte bewährt, bei anderen würde nach einer Schur die natürliche „Isolierung“ fehlen. Die mögliche Frisur ist weitgehend von der Haarstruktur abhängig. Hunde sollten auch bei extremer Hitze nie kahl geschoren werden, denn das Haar schützt sie vor der Sonne. Bei einem Yorkshire Terrier gewinnen Sie mit einem 1 cm- Stoppelschnitt wenig, denn das Tier hat keine schützende Unterwolle, die ihn vor der Sonne bewahren könnte. Das Einkürzen das Haares auf mehrere Zentimeter Länge wäre besser. Lassen Sie sich gut beraten!

10. Meiden Sie den Tanz auf der heißen Herdplatte!

Straßenbeläge und steinige Gehwege erreichen in der Sonne immense Temperaturen von 60°C und mehr. Da wird jeder Spaziergang für Ihren Hund zur Qual, denn dafür sind seine Pfoten von der Natur nicht vorgesehen. Kontrollieren Sie regelmäßig nach den Spaziergängen, ob Ihr Hund Risse oder Verletzungen an den Ballen und zwischen den Zehen hat und lassen Sie diese umgehend behandeln. Besser ist es, wenn Sie die heißen Strecken komplett meiden und ihm auf Gras oder Erde Auslauf verschaffen.

11. Baden mit Hund – eine willkommene Abkühlung

Viele Hunde baden und schwimmen sehr gern, andere tun es nie. Manche steigen auch nur bis zum Bauch ins Wasser und sind mit dieser Erfrischung vollauf zufrieden. Mitunter braucht es aber Geduld, bis man den Hund überhaupt im Wasser hat. Zwang führt dabei meist nicht zum Ziel. Bieten Sie ihm stattdessen immer wieder Bademöglichkeiten an und locken Sie ihn, denn im Wasser kann er sich am besten abkühlen. Als Hundebad für den Garten haben sich Kinderplanschbecken oder Wasser- und Sandmuscheln für Kinder bewährt. Das Badewasser darin sollte nicht eiskalt sein. Der größte Panikfaktor beim Baden ist aber der rutschige Untergrund in der Wassermuschel oder Wanne. Legen Sie deshalb eine gummibeschichtete, waschbare Badematte ins Wasser. Die verleiht Ihrem Hund Sicherheit beim Stehen. Die bessere Lösung ist aber ein spezielles Hundeschwimmbecken mit Anti-Rutsch-Boden.

Besitzer eines Pools können auch ihrem Hund das Schwimmen ermöglichen. Dabei sollten die baulichen Voraussetzungen so beschaffen sein, dass der Hund stets mühelos aus dem Wasser kommt. Eine Treppe (nicht Leiter) ins Wasser ist günstig. Manche großen Rassen kommen aber auch aus eigener Kraft aus dem Wasser, zumindest wenn der Pool ebenerdig ist. Das muss natürlich vorab getestet werden. Bitte werfen Sie den Hund nicht einfach ins Wasser! Auch am See sollte man sich mit dem Hund eine ungefährliche Badestelle suchen. Das Schwimmen und Tauchen im Pool oder See will geübt sein. Mehr dazu in unserem Artikel über das Tauchtraining.

12. Hunde nie im Auto lassen!

Hunde dürfen auf keinen Fall allein im Auto gelassen werden, da es sich extrem schnell aufheizt. Binnen weniger Minuten kann die Temperatur im Wagen um 20°C und mehr ansteigen, selbst wenn die Temperaturen außerhalb eher frühlingshaft sind. Sogar ein offenes Fenster hilft im Sommer nicht. Diese Unsitte hat schon viele Hunde durch Hitzeschock das Leben gekostet! Mehr Informationen dazu finden Sie im Artikel „Wartender Hund im Auto – eine gefährliche Unsitte„.

Fazit: Ihr Hund wird den Sommer mit Ihnen lieben, wenn Sie ihm die Hitze mit Hilfe unserer Tipps erträglicher gestalten. Sollte er sich trotz aller Vorsicht einen Hitzschlag zuziehen, helfen Ihnen hoffentlich unsere Hinweise im Artikel „Hitzschlag beim Hund„.

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© Foto: pohjakroon auf Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain

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